2021-04-24 Captain Spock und NWT für Imker

Natur mit Wissenschaft und Technik vereinen – geht das? Naja, hundertprozentig sicher bin ich mir nicht, dass die Damen sich durch die installierte Elektronik nicht gestört fühlen. Aber nachdem die Datenübertragung nur auf Abruf erfolgt und das lediglich kurze Distanzen und Funk-Reichweiten zum Smartphone überbrücken muss, gehe ich mal das Risiko ein. Zumindest konnte ich bis heute anlässlich Schwarmkontrolle (Kippmethode ab sofort im 8-9-Tage-Rhythmus) bislang noch kein besonders gestörtes Verhalten oder Irritationen feststellen und die zu gewinnenden Erkenntnisse sind es meines Erachtens wert.

Luftfeuchtigkeit & Innentemperatur:

Frequenz & Amplitude:

Relevant sind nur die Bereiche ab 20.04.2021, vorheriges diente zum Test vor Versand.

Das alles von diesem kleinen 70x60x8mm-Herzchen:

Faszinierend, oder?

2021-04-22 Brutraum erweitert

Nachdem das Wetter so bleiben wird und keine Nachtfrost mehr zu erwarten ist – okay, die Eisheiligen stehen ja noch bevor – hab ich mich heute getraut und den Brutraum erweitert. Nun ist also aus dem Einzarger ein Zweizarger geworden. Mal schauen, wie schnell sie den annehmen und ausfüllen. Vorsorglich habe ich folgenden Aufbau übernommen:

Flugloch – M A L A A A A A M M

(M=Rähmchen mit Mittelwand, A=Rähmchen ausgebaut, L=Rähmchen leer ohne Mittelwand)

Durch die ausgebauten Rähmchen aus der letzten Honigernte haben sie es etwas leichter und können dort nach kurzer Renovierung wieder brüten und einlagern und chillen und Party feiern und was weiß ich noch alles mehr.

Das Gesamtgewicht liegt jetzt bei rund 29kg Brutto inkl. Deckel, Stein und Gitterboden. Wichtig zu berücksichtigen für die kommenden Gewichtskontrollen.

Insgesamt waren sie aber sehr ruhig, nur zwei (in Zahlen: 2) sind aufgeflogen und waren etwas nervös, obwohl eigentlich schon Abendbrotzeit war und nahezu alle zuhause gewesen sein müssten. Gut so. Und ja, als Berufsschisser und geprägt durch die letzten Erfahrungen hatte ich natürlich wieder die volle Montur an: geschlossene Schuhe, Imker-Vollanzug, Handschuhe, Rauch. Den musste ich übrigens heute gar nicht einsetzen – fiel mir hinterher erst auf, als er so alleine da stand und wehleidig vor sich hin kokelte.

Demnächst müsst ihr auf jeden Fall wieder vorbeischauen, dann gibt es für alle Technikfreaks etwas neues, das ich vor kurzem eher zufällig entdeckte, dann weiter recherchierte und jetzt unbedingt mal ausprobieren wollte. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten:

Heartbeat

Und es ist garantiert kein Herz aus Stein…

2021-03-27 Neubeginn 2021

Die Bienenpause hatte sich nun doch etwas länger hingezogen, nachdem auch der Garten unseres Anwesens im Ostflügel etwas „runderneuert“ und ausgeputzt wurde. Dann war es bereits zu spät und das Risiko, im Herbst ein Volk zu transportieren und erfolgreich über den Winter zu bringen, war mir dann doch auch im Sinne der Tiere etwas zu riskant. Aber nun, noch kurz vor Monatsende des in diesem Jahr meines Erachtens gefühlt zu kalten (kühlen) März sollte es losgehen. Laut Wetterstatistik liegt der März 2021 im Vergleich mit Vorjahren aber durchaus noch im Mittel mit knapp 3 Grad.

Kirsch- und Apfelblüten sind noch nicht so weit und es wird noch lange dauern, bis auch die Linden in der Nähe wieder „explodieren“. Immerhin sind bringen ein paar Zierkirschen, Weiden, Krokusse und Osterglocken schon die ersten Farbtupfer in die triste Corona-Landschaft.

Da stehen sie nun, Beute abgestellt, kleines Flugloch geöffnet und – nichts. Naja, durchgeschüttelt von der Fahrt und so richtiges Flugwetter ist heute ja auch nicht gerade: 10 Grad, windig und nur wenige Sonnenstrahlen.

Trotzdem: Herzlich willkommen, ruht euch aus, morgen ist auch noch ein Tag.

2019-02-23 Ein Jahr Pause – keine Bienen, kein Honig

Pustekuchen mit Bienenkompott. Notgedrungen wird das Jahr 2019 ein Jahr ohne Bienen sein. am 17. und 19. Februar fiel die Entscheidung beide Völker aufzugeben: Immer noch stichig und aggressiv hatten sie es zwar ohne große Sorgfalt meinerseits über den Winter 2018/2019 geschafft (der eigentlich keiner war), aber nachdem auch der Garten inklusive Zaun und Terrasse demnächst erneuert werden soll, ist es vielleicht auch besser so. Denn für Handwerker, Gartenbauer und Landschaftsarchitekten wäre die Arbeit da hinten ganz gewiss nicht sehr angenehm gewesen.

Aufgegeben wird aber nicht – es besteht der feste Vorsatz, spätestens im Frühjahr 2020 wieder ein Volk aufzustellen und ein bisschen Honig zu ernten. Ganz gemächlich, mit der gewohnten Ruhe und Bedacht und der richtigen Rasse. Wenn es bis dahin noch Bienen und Blüten gibt. Und bis dahin erfreue ich mich eben an selbstgebackenem Zwetschgenkuchen. Schließlich wäre es auch schade um die Ausrüstung, die jetzt ebenfalls ein Jahr zustauben und Rost ansetzen darf.

Wir sehen uns also wieder, keine Frage…

 

2018-09-02 Blüte, Ernte und Varroa im Stakkato

Wenig Zeit, viel Aktion, wenig Worte:

2018-04-07 Honigraum aufgesetzt

2018-04-10 Kirschenblüte

2018-04-22 Ahornblüte

2018-05-01 Akazienblüte

2018-05-05 Linden blühen noch nicht (1mm Knospen)

2018-05-18 Linden blühen noch nicht (1-2mm Knospen)

2018-05-18 Einwabenableger gebildet Teil 1 (1 Brutwabe + 1MW + 1 Futterwabe in separate Beute gehängt, Königin im verschlossenen Futterkäfig auf die Brutwabe gehängt, Gitterboden geschlossen, Flugloch verschlossen) – Danke für die Ermutigung hierzu an Pia Aumeier!

2018-05-19 Einwabenableger gebildet Teil 2 (abends Futterkäfig göffnet und wieder eingehängt)

2018-05-18 Einwabenableger gebildet Teil 3 (abends Flugloch geöffnet und mit Blättern/Zweig verbaut)

2018-05-25 gegen 1800 Uhr Vier Bienen bei Rückkehr vom Flug und vorsichtigem Einstieg beobachtet, nachdem es bisher still und ohne Flugverkehr war

2018-05-25 Linden blühen noch nicht…

2018-05-26 im Honigraum ist nur knapp 1/4 von oben verdeckelt, da muss ich noch gar nicht messen, abwarten auf 2/3 oder mehr. Außerdem Flugloch auf mittlere Öffnung erweitert

2018-05-27 Linden blühen noch nicht (2-3mm Knospen), erweitertes Flugloch ist gut in Betrieb, nächstes Jahr früher öffnen. So langsam wird’s aber Zeit.

2018-05-30 Linden blühen! Endlich!

2018-05-31 Honig erst oberes Viertel verdeckelt

2018-06-03 im kleinen Ableger 1 weitere Mittelwand zum Ausbau eingehängt. 4 Honigwaben beim Zander-Volk entnommen, geschleudert und wieder eingehängt, Ergebnis der diesjährigen 1. Honigernte: 7kg in 14 Gläsern (1 Volk)

2018-06-09 Linden im näheren Umkreis sind zum großen Teil bereits verblüht, aber es duftet immer noch sehr intensiv

2018-06-21 kleiner Ableger mit 1 Eimerchen und Korken rund 500ml Apiinvert gefüttert

2018-06-25 kleiner Ableger mit 1 Eimerchen und Korken rund 500ml Apiinvert gefüttert

2018-06-28 kleiner Ableger mit 1 Eimerchen und Korken rund 750ml Apiinvert gefüttert

2018-07-04 Bienenflucht im Zandervolk zwischen Honigraum und Absperrgitter geschoben und im kleinen Ableger 1 weitere Mittelwand zum Ausbau eingehängt und Futtereimerchen mit weiteren 750ml Apiinvert gefüllt

2018-07-06 alle 12 Honigwaben im Honigraum beim Zander-Volk entnommen, geschleudert und wieder eingehängt, bis auf die zwei Randwaben voll verdeckelt, Ergebnis der diesjährigen 2. Honigernte: wieder 14 kg in 14 Gläsern (1 Volk)

2018-07-09 HR-Zarge und Bienenflucht und Absperrgitter beim Zander-Volk entfernt und stattdessen Futterzarge mit 6 Litern Apiinvert aufgesetzt (schlecht gelauntes Volk, aber auch kein Rauch eingesetzt). Ablegervolk um 1 Mittelwand ergänzt und mit 1 Liter Apiinvert gefüttert (etwas gereizt). Königinnen tauschen!

2018-07-11 Schublade eingeschoben um nach Fütterung den Milbenbefall prüfen zu können

2018-07-14 Schublade entnommen, Gemüll analysiert, keine Milben

2018-07-15 Schublade im Ableger eingesetzt

2018-07-18 Schublade des Anlegers entfernt, keine Milben nach 3 Tagen

2018-07-20 20:00 Uhr: Zandervolk 4,5l und Ableger 1l Apiinvert gefüttert. Vergleichsweise zahme Völker, bin nicht wirklich attackiert worden. Trotz Abheben und Abschütteln  der Futterzarge beim Zander…

2018-07-28 10:00 Uhr: Ableger mit 1l Apiinvert gefüttert.

2018-08-04 14:00 Uhr: Ableger mit 1l Apiinvert gefüttert.

2018-08-11 18:00 Uhr: Ableger mit 1l und Zander-Volk mit 4l Apiinvert gefüttert.

2018-08-19 Varroa-Schublade kontrolliert: Über 5 Tage ca. 10 Milben, aber es ist zu warm für AS-Behandlung, sagt auch Varroawetter

2018-08-24 1900 Uhr: beide Völker, das große Zander mit 2 Streifen und den kleinen Ableger mit 1 Streifen MAQS Ameisensäure behandelt, oben aufgelegt, jeweils mit Weinkorken als Abstandshalter zur direkt aufliegenden Folie, beide noch ohne Schublade zum ersten Akklimatisieren, Tag 1.

2018-08-25 MAQS-Behandlung Tag 2, um 2200 Uhr bei beiden Völkern die Varroaschublade eingeschoben, damit ich in 2 Tagen den ersten Milbenfall auswerten kann

2018-08-29 1900 Uhr: Varroakontrolle (beide Schubladen auf Milbenfall geprüft) beim Zander-Volk 39 Milben : 5 Tage = 8 pro Tag. Zander-Ableger-Volk 23 Milben : 5 Tage = 4 pro Tag.  Noch nicht kritisch, weitere Ergebnisse abwarten. Schubladen gereinigt und wieder eingeschoben.

2018-09-02 1900 Uhr: Varroakontrolle beim Zandervolk 102 Milben : 4 Tage = 25 pro Tag, beim Zander-Ableger-Volk 29 Milben : 4 Tage = 7 pro Tag. Gut dass die Behandlung läuft. Schubladen gereinigt und wieder eingeschoben.