2017-05-18 Ganze 19cm, fest und hart, …

…und etwas mehr als 600 Gramm schwer: Das Ergebnis meiner gestrigen Arbeit nach dem Aufkochen, Absieben über einem ausgedienten Strumpf, einer Nacht zum Auskühlen und dem Abkratzen des sich an der Unterseite angesammelten Schaums. Das sah beim gestrigen Schmelzvorgang noch gaaanz anders (und neben dem gewöhnungsbedürftigen Geruch viel ekliger) aus:

Was lernen wir daraus? Eine Nacht drüber schlafen und die Welt ist nicht mehr ganz so schlimm. Zieht man dann das Gewicht von 6 Mittelwänden ab, die den Bienen irgendwann zu Beginn fertig geliefert wurden – also jeweils rund 70 Gramm -, verbleiben immerhin noch rund 200 Gramm Bienenleistung. Ist in Ordnung, es waren ja auch nur 6 ausgediente Rähmchen.

Dabei reden wir jetzt mal nicht über das verbrauchte Material und den versauten Topf. Das wird wohl ein Wachstopf bleiben müssen. Und vielleicht koche ich den kleinen Block auch einfach nochmal durch, das macht das Wachs vielleicht noch etwas reiner für die Verwendung als Kerze. Denn ich befürchte, dass das Ganze sonst etwas brutzelt, zischelt und stinkt, wenn nicht wirklich rein gefiltertes Material verbrannt wird.

Da fällt mir ein: Kerzendochte bräuchte ich noch. Die gibt’s bestimmt als Meterware auf der Rolle. Und was ist besser: Kerzen-Ziehen oder Kerzen-Gießen? Oder leichter? Oder mit weniger Sauerei verbunden?

Fazit: Rähmchen ausschmelzen kann man machen, muss man aber nicht. Reich wird man sicherlich nicht. Aber das wird man mit den meisten anderen Hobbies auch nicht. Für den Kleingebrauch rechnet sich ein Edelstahl-Dampfwachsschmelzer (ab 300 EUR aufwärts) sicherlich nicht, von daher reicht mir diese Einfach-Variante. Oder ich sammle einfach mal drauf los (jaja, wieder irgendwo lagern) und warte (schon wieder!), bis sich eine Rückgabe als Kiloware beim Kauf von fertig gepressten neuen Mittelwänden lohnt.

Alternative: Alles in den Ofen werfen und im nächsten Winter verheizen. Verlust pro Rähmchen mit Mittelwand rund 2 EUR (Neuwert). Übrig bleibt dann vermutlich nur etwas Erfahrung, Asche und Spanndraht. Mal sehen, wenn’s ganz arg kalt wird…

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2016-07-09 Oh Schreck!

Ich wunderte mich vorhin, weshalb beim Gästeablegerkistchen so viele Bienen (ca. 20) vor dem Tor stehen und ein paar von ihnen den Heimkehrern immer mit Abwehrhaltung drohen. Gespreizte Flügel, sofortige frontale Zuwendung und Vorderbeine hoch. Und auch ein zwei Drohnen konnte ich beim Ein- und Ausfliegen beobachten. Was machen die draußen?

Dann sah ich auf dem Boden in der Nähe  einige weinge entsorgte Teile von Artgenossen und mit großem Schrecken auch die leblose Nummer 80. Bin mir jetzt nicht ganz sicher, wo die 80er Königin wohnte, aber ich hatte sie im damaligen Beitrag dem Gästeableger zugeordnet. Sie lag auch deutlich vor dem Gästehaus und nicht vor meinem Kistchen.

Kurze Suche, ob noch irgendwo Adlige herumliegen, brachte keinen weiteren Fund. In meinem Kistchen hört und sieht alles irgendwie normal aus. Aber auch hier darf ich den Deckel noch nicht öffnen, es sind noch nicht mindestens 10 Tage seit Einzug der Königin vergangen.

Wobei ich noch keine wirkliche Erfahrung habe, was  „normal“ ist und was nicht. Ich frage mich eher: Was machen wir nun? Was war der Grund? Und vor allem: WER WAR DAS? Eine eigene alte oder noch neuere Königin oder Revolutionäre?

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2016-07-02 Bienen zur Urlaubspflege?

Imkervater Klaus hat mir seinen Ableger heute zur Urlaubspflege überlassen und neben mein Kistchen gestellt. Damit sie nicht gleich losstürzen und zu ihm zurückfliegen, wo natürlich kein Zuhause mehr steht, werden sie mindestens einen Tag und zwei Nächte geschlossen gehalten. Futter ist noch genügend drin und Frischluft durch das offene Gitter im Deckel gewährleistet.

Auf http://www.imkerforum.de habe ich einen Tipp gefunden, wie das Umstellen oder der Umzug in nähere Umgebung funktionieren soll: Kurz vor dem Öffnen des Fluglochs die Startbahn mit Zweigen, Blättern, Ästen oder Gras versperren, sodass die Damen gezwungen sind, sich den Weg ins Freie durchzuarbeiten und freizuschaffen. Dann starten sie nicht gleich durch sondern schauen nach dem Start erst einmal, was denn los ist und merken sich so besser ihren neuen Standort.

Daumen drücken! Das geht auch ohne Bild…


 

2016-07-01 Kontakt!

Schnupperkurs beendet, ein Tag muss reichen. Heute zusammen mit Klaus das Futterdeckelchen am Plastik-Käfig geöffnet und ihn wieder zwischen die Rähmchen geklemmt. Zwei tote Bienen hingen außen am Plastik-Käfig, könnte sein, dass wir sie beim Einsetzen gestern eingeklemmt haben oder dass sie von innen abgestochen wurden. Naja, hoffentlich ersteres.

Jetzt heißt es warten, bangen und beten. Wird „die Neue“ vom Volk akzeptiert? Oder totgestochen? Findet sich genug Platz auf den Rähmchen und wird sie Eier legen?

Da alles recht schnell gehen musste, heute mal ohne Bild.