2017-04-22 Neubeginn!

Fast wie Geburtstag und Weihnachten und dabei ist Ostern doch gerade erst vorbei: Trauerphase vorzeitig beendet, restliche Waben liegen zur Hygiene (gegen Wachsmotten) in der Tiefkühltruhe und die Leichen noch als Mahnmal auf der Terrasse. Aber da das Leben weitergeht und wir die Flinte nicht ins Korn werfen – schließlich traf mich keine Schuld – waren Imkervater Klaus und ich heute unterwegs auf der Suche nach einem neuen Bienenvolk. Oder zwei. Aber der Reihe nach.

Ich bin ja bereit, einige Kilometer zu investieren, um mein Ziel weiter zu verfolgen. Ein Kontakt bei einer bekannten Kleinanzeigen- / Tauschbörse war trotz des attraktiven Preises von gerade mal 100,- EUR VB (!) nicht sehr erfolgversprechend, da der Verkäufer sehr wortkarg war und weder wusste, aus welchem Jahr seine Königin stammte noch, was es mit Gesundheitszeugnis und Beutenmaß so auf sich hat. Und wieviele Rähmchen es konkret sind, wollte er auch nicht preisgeben. Ich hatte meinem (schlechten) Gefühl stattgegeben und diesen Kauf erst mal vertagt. Aber Geduld zahlt sich ja bekanntlich aus und allzu lange musste ich dann glücklicherweise gar nicht mehr warten, bis ich eine Antwort auf eine meiner in den letzten Tagen versandten, offensichtlich verzweifelt genug klingenden E-Mail-Anfragen an umliegende Imker- und Bienenzüchtervereine erhalten hatte. Zwar nur eine, ganz kurz, aber die hatte es wirklich in sich. Und verzweifelt war ich ja in der Tat. Und bienenlos noch dazu.

Kurzer Anruf bei der angegebenen Rufnummer also und wir hatten uns kurzfristig auf ein Treffen am heutigen Samstag Mittag verständigt. Es sollten sogar starke 2-zargige Völker mit Königin aus 2016 dabei sein und das Gespräch verlief sehr angenehm und kollegial. Etwas aufgeregt (ja, das gibt’s auch noch ab 50) habe ich das Auto gleich mit allem möglichen Material beladen, denn so ein Bienentransport will gut geplant sein. Leere Beuten, Müllsäcke als Unterlage, Klebeband, den kompletten Imkerkiste mit Haube, Rauch, Spanngurten sowie tausend anderen Hilfsmitteln und Werkzeugen. Ist ja auch nicht gerade ungefährlich, so auf engstem Raum mit geschätzten 30.000 Damen zu reisen, von denen jede auch noch äußerst wirksam bewaffnet ist. Vielleicht so ähnlich wie als Kapitän eines Kreuzfahrtschiffs ausschließlich mit geschiedenen Single-Frauen…

Kurzum: Wir wurden uns schnell einig, bei der Besichtigung zeigten sich 2 starke Völker mit ausreichend Drohnen, Brut und Futter und jeweils 1 gezeichnete Königin aus 2016. das 2-zargige auf Zander- und das 1-zargige auf DNM-Rähmchen. Ich hatte ja bereits meine 2 leeren Beuten (2-zargig) dabei und so konnten wir die Völker schnell umhängen, mit Spanngurten zusammenzurren und die Fluglöcher mit Kreppband zukleben. Und ja, dass die Königinnen jeweils mit umgezogen wurden, haben wir drei sehr genau beachtet.

Alles eingeladen und verstaut, bezahlt, Gesundheitszeugnis erhalten und los ging’s. Auf dem Weg nach Hause dann eine kurze Panikattacke, weil sich 2 Bienen im Kofferraum und am Dachhimmel zeigten. Aber die zwei Beuten waren dicht und fest verschnürt, es müssen sich wohl zwei beim Einladen ins Auto verirrt haben.

Zuhause angekommen war der neue Standort bereits mit Steinen und Latten vorbereitet und die Beuten schnell aufgestellt. Restliche Rähmchen mit Mittelwänden versehen, das 2-zargige Volk unter Einsatz von etwas Rauch mit Absperrgitter und Honigraum versehen (jetzt also 3-zargiges Wirtschaftsvolk) und danach das 1-zargige DNM-Volk mittels zweiter Zarge und Rähmchen um einen Brutraum zu einem 2-zargigen Volk umgewandelt. Erweiterung um einen Honigraum folgt noch, sobald der Brutraum angenommen wurde. Und vielleicht gibt es dieses Jahr doch noch etwas Honig, die Lindenbäume im Viertel haben ja noch nicht geblüht.

Bei der Gelegenheit haben 2 Netzteile den Geist aufgegeben und ich habe die Mittelwände kurzerhand mit einer ausgedienten Motorrad-Batterie eingelötet. Hätte ich schon früher drauf kommen können, denn damit genügen 4 kurze Kontaktstöße und die Drähte schmelzen ins Wachs, im Vergleich zu 30 Sekunden und mehr mit dem schwächsten der drei Steckernetzteile. Aber ich denke es dürfte eher selten vorkommen, dass irgendwo ein anderer Imker mit einer ausgedienten Motorrad-Batterie in neuester Geltechnik für knappe 90 EUR seine Mittelwände lötet – POWER nur vom Feinsten 😉

Fluglöcher sind geöffnet (weit) und ich bin gespannt, wie sich der Flugverkehr morgen gestaltet. Wenn die Temperaturen stimmen. Vorausgesagt sind ja nur 1 bis 12° C, also voraussichtlich eher wenig Aktivität zu erwarten.

War das heute jetzt Glück oder Schicksal? Egal, die Freude ist natürlich groß und ich bin heute Abend ziemlich glücklich. [Erzählt das bloß nicht meiner Frau!]

Ach ja, bevor ich’s vergesse: Einen ersten Begrüßungsstich gab’s auch für mich. Diesmal in den linken Waden. Und während ich dies schreibe, ist schon fast nichts mehr davon zu sehen. Schon wieder Glück gehabt. Aber ich bin ja auch selbst schuld: Eine von zwei ganz wunderfitzigen Mädels, die in der kurzen Zeit während des Aufstellens entwischt waren, landete auf meinem Bein und ich hatte sie beim Bücken in die Hocke zerquetscht. Fast genau der gleiche Vorgang wie bei meinem ersten und bislang einzigen Stich 2016. Tut mir leid, Schussel 🙂


 

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2017-03-25 Abwarten…

…und Tee trinken. Ich trinke immer noch und so langsam geht mir der Tee aus. Aber die heutige Kontrolle bei rund 17 Grad Celsius zeigt mir ein gewachsenes Brutfeld und schon wieder die Königin. Aber die Gefahr ist noch nicht vorüber und ob sich aus den paar Bienchen (neben denen auf dem Foto sind auch noch andere da) ein starkes Volk entwickelt, ist fraglich. Immerhin machen die Königin und ihre Untertanen einen gesunden und gelassenen Eindruck. Keine Aggressionen, nur geschäftiges Treiben.

Für Futter ist gesorgt, Kontrolle war positiv und wenn ich mir die Umgebung so anschaue, ist demnächst auch mit der Kirschblüte zu rechnen. Könnte aber knapp werden bis dahin, denn die frisch Verdeckelten (insgesamt schätze ich das Feld auf bislang etwa 100) brauchen ja noch rund 10 Tage bis sie schlüpfen. Und wenn die Winterbienen jetzt in den Bienenhimmel entschwinden, war’s das.

Naja, Kopf hoch, hoffen und beten…

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2017-03-18 Frühling

Die Weidekätzchen blühen, die Wiesen sind mit Krokussen übersät und nach kaum drei Tagen Schönwetter ist der Himmel wieder bedeckt mit stürmischem Wind und Regen. Ich muss aufpassen, dass die Handvoll Bienen, die noch in der Beute sind, nicht in den letzten kalten Tagen verhungern.

Und eine tolle Neuigkeit: Ich habe die Königin gesehen! Einmal auf einer der Waben von Arbeiterinnen nahezu vollständig versteckt und das zweite Mal direkt unter der Abdeckfolie, als sie von einer zur anderen Wabe wechselte. Lang und auf der Bauchseite ihr vergleichsweise heller brauner Hinterleib. Interessant. Und sie hat keine Nummer auf dem Rücken. Also ist es entweder die eigene aus 2016 oder die 2016 gekaufte mit verlorener Markierung. Aber egal, eine reicht und diese lebt definitiv.

Deshalb kurzerhand im Rahmen der ersten intensiven Durchsicht eine alte, dunkle Wabe (ohne Stifte, Maden oder Brut) und eine leere Mittelwand hinters Trennschied gehängt, damit sie vollends ausgeräumt und nicht mehr zum Brüten und Einlagern von Futter genutzt werden. Denn wenn ich es richtig erkannt habe, gibt es ein kleines verdeckeltes Brutfeld von etwa 3 x 3 cm. Etwas mickrig aber ich will nicht meckern. Vielleicht hat sie ja gerade erst angefangen, ihrer Pflicht nachzugehen…

Zit. Imkervater Klaus: „Abwarten und Tee trinken. Nicht erweitern.“ Stimmt. Mach ich. Das Erweitern des Brutraumes verschiebe ich vorerst mal, bis das Völkchen etwas größer und die Nächte wärmer geworden sind. Sonst müssen die paar auch noch das vergößerte Wohnzimmer heizen.

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2016-07-18 Willkommen zuhause!

Mein Imkervater ist aus seinem wohlverdienten Urlaub zurück und wir haben gemeinsam sowohl die Urlaubsgäste als auch meinen Ableger durchgeschaut. Seine Königin, die wohl die gekaufte und vor zwei Wochen zugesetzte Nr. 80 ins Api-Nirwana befördert hatte, haben wir entdeckt. Stattliches Figürchen, schmale Taille, schlankes langes Unterteil, dunkler Teint – kein Wunder, dass dieses Model sich durchgesetzt hat. Aber sie ist eben noch nicht markiert und man wird sie bis dahin immer wieder suchen müssen dürfen. Macht Klaus sicher später selbst, Hauptsache sie ist da. Und angesichts der vorhandenen Menge an Brutzellen ist sie offensichtlich kräftig am Legen.

Inzwischen ist 19:00 Uhr und es wird etwas schattiger, aber immer noch recht warm und nach der Kontrolle der Gäste-Kiste tropft mir schon der Schweiß über die Stirn und die Augen und die Nase herab in die Bienen. Da müssen sie durch.

Kurz noch den Plastikkäfig der gekauften Königin aus der Gästekiste entfernen und Deckel zu. Der Wabenheber – kein Schreibfehler, ich meine nicht den Wagenheber, sondern die Metallklammer mit dem Federgriff  zum Herausziehen von Rähmchen – leistet ganz gute Dienste und wenn man den geöffneten Griff bis zum Anschlag ansetzt, dann schließt und (wichtig!) kräftig geschlossen hält, hat man das Rähmchen sicher und ziemlich bequem in einer Hand. Auch das Wenden zum beidseitigen Betrachten klappt ganz gut damit.

Weiter zu meinem Ableger. Das eingangs Erwähnte gilt teilweise auch für meinen Ableger: Auch dort viel Brut, auf fast jeder Wabe. Könnte was werden. Aber wir haben heute ja noch etwas vor… Wir stellen meinen Ableger kurz auf die Seite und genau (!) an seinen Platz die ersten Teile der neuen Beute: Unterboden (offen, ohne Varroa-Schublade) und leere Erdgeschoss-Zarge. Dann alle Rähmchen aus der Ablegerkiste einzeln raus, kontrollieren ob alles in Ordnung ist und die Königin sich zeigt, und dann rüber in die neue Behausung. Bauartbedingt müssen wir von Kaltbau (alle Rähmchen hängen im 90-Grad-Winkel zur Stirnseite mit Flugloch) auf Warmbau (alle Rähmchen hängen parallel zur Stirnseite mit Flugloch) wechseln.

Beim Umsetzen immer wieder die Suche nach der Chefin. Hallo? 85? Wo bist du? Zeig‘ dich!

Irgendwie würde ich gerne rufen: „Nummer 85 lebt!“ – aber es ist nichts zu machen, sie zeigt sich nicht. Die berühmte Nadel im Heuhaufen. Schade. Aber bei so viel frisch gefüllten und verdeckelten Brutzellen müsste sie „eigentlich“ da sein. :-/

Da jetzt mehr Rähmchen in die neue Beute passen als in den Ableger, wird der nach dem Umzug aller Rähmchen aus der Ablegerkiste verbleibende Platz rechts und links (also vorne am Flugloch und hinten auf der gegenüberliegenden Seite) mit jeweils 3 frischen Mittelwänden aufgefüllt, sodass die Beute voll bestückt ist. Dann die restlichen Bienen aus dem Ablegerkasten und dessen Deckel in die neue Beute gefegt und geschüttelt – nicht gerührt. Folie drauf, Innendeckel drauf, Blechdeckel zu. Aufatmen.

Zwischendrin haben wir zwei drei mal etwas Rauch gegeben, aber nicht zu viel, weil das auch Stress verursacht. Rauch geben „beruhigt“ die Damen meines Erachtens nämlich nicht, sondern treibt sie wie eine Alarmsirene nach unten zwischen die Waben um den Honig oder was auch immer vor dem anstehenden Waldbrand zu sichern. Also zumindest habe ich diesen Eindruck, wenn ich die Damen nach dem Rauchen kehrt machen und wie der Wind zwischen die Wände huschen sehe. Kann man natürlich auch anders sehen. Aber wenn’s auch ohne geht, versuche ich es ohne. Auch wenn ich aktuell sowieso keinen Honig ernten werde und mich deshalb ein so eventuell in den Honig gelangendes Räucher-Aroma dieses Jahr nicht stört.

Und so sieht es nach der Aktion aus:

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Das weit offene Flugloch habe ich später, nachdem sich alle beruhigt und wieder eingeflogen waren, mit der beigefügten Holzleiste auf den niedrigen Schlitz verengt. Ganz eng auf die 3cm-Öffnung wollte ich das noch nicht machen, weil es derzeit ziemlich heiß wird und die Mädels sich ja erst noch etwas zurechtfinden müssen. Nicht dass sie zusätzlich auch noch den kleinen Eingang nicht finden. Um das zu unterstützen und weil einige auf dem Boden gelandet waren und ihren alten Eingang gesucht hatten, gibt’s das Anflugbrett vorne ran und mit einem Korken unterlegt, damit es nicht am Boden aufliegt und um zu verhindern, dass neben den Mädels auch Hinz und Kunz das als Einladung verstehen und ganz bequem über die Rampe ins Haus krabbeln können. Ich hoffe, das hilft ein bisschen.

Im Lauf der Woche wird Klaus noch die Gäste abholen und an ihren neuen Standort kutschieren. Und ich werde in Kürze vielleicht noch vorne am Flugloch ein oder zwei Rähmchen herausnehmen, alles nach vorne schieben und die herausgenommenen nach hinten versetzen, damit das Zentrum etwas weiter vorne ans Flugloch rutscht.

Jetzt warte ich erst mal auf die Einladung zur Einweihungsparty. Mal sehen, was es zu Essen gibt…


 

2016-07-13 Kaufrausch oder wie?

Ich geb’s ja zu, Hobbies kosten Geld. Die meisten zumindest. Die meisten, die ich kenne. Und die ich in den letzten Jahr(zehnt)en weitestgehend vermieden habe, weil es in Familie, Frau und Kinder, Motorrad und Haus besser angelegt ist. Aber irgendwann ist der Zeitpunkt erreicht, wo einem die Frage „Wie, du hast keine Hobbies? Kein Fußball? Kein Tennis? Es wartet nirgendwo ein Stammtisch auf dich? Formel 1 reizt dich auch nicht? Oder E-Sports oder Schach oder Klettern oder Jogging oder Fitness-Studio oder Schwimmen oder Reisen oder Malen oder Dichten oder Lesen oder Schreiben oder oder oder…???“ langsam so richtig auf die Nerven geht. Oder nachdenklich macht.

Denn manchmal frage ich mich bei solchen Fragen, ob ich mich fragen sollte, ob ich noch „lebe“. Naja, Puls geht, Atmung auch, also ich vermute schon. Und ich antwortete dann brav: „Hobby? Ähm, nnnö. Warum? Braucht man das?“ Und nun kommt ja endlich die Kehrtwende: Imkern. Jaaa, was für ein Hobby! Filme übers Imkern schauen, Bücher übers Imkern lesen, Mit Leuten übers Imkern sprechen, Foren übers Imkern abklappern, Blog übers Imkern schreiben, Werkzeug und Material fürs Imkern bestellen. Letzteres ist wohl zweifellos alleine und psychologisch betrachtet schon mal nicht schlecht und stimmungserhellend. Hört man zumindest von so vielen glücklichen Zalando-Kundinnen.

Und natürlich warten. Warten ist so ungemein beruhigend. Warten auf die nächste Frage, die sich stellt, auf die Antwort dazu vom Imkervater oder in irgendeinem Forum, auf die nächste Lieferung, auf die nächste Chance zur Beutenkontrolle und auf die nächste Idee, was man noch brauchen könnte und haben müssen sollte könnte, damit das Imkern endlich „richtig“ beginnen kann.

Zugegeben: Das ist jetzt nicht das coolste und krasseste Hobby-Dingens und schon gar nicht das Brüller-Thema, mit dem man einen ganzen Hörsaal in Ekstase versetzen könnte oder bei dem einem die hübschesten und intelligentesten Frauen nachlaufen und geradezu freiwillig um den Hals fallen. Aber zu meiner Motivation hatte ich mich ja schon auf der Startseite ausgelassen. Hach…

So, Schnitt, genug philosophiert. Wie versprochen geht’s jetzt heute weiter mit dem restlichen Teil der gestrigen Lieferung. Da wäre zum einen für die im August, glaube ich, nach dem Umzug in die große DNM-Beute geplante Varroa-Behandlung mit Ameisensäure und Verdunster zwei (im Doppelpack günstigere) Nassenheider-Verdunster:

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Wikipedia sagt dazu:

„Die Varroamilbe (Varroa destructor) ist eine (als adultes Weibchen) ca. 1,1 Millimeter lange und 1,6 Millimeter breite Milbe aus der Familie Varroidae, die als Parasit an Honigbienen (Apis mellifera und Apis cerana) lebt. Die Milbe entwickelt und vermehrt sich in der verdeckelten Brut im Bienenstock. Der Befall von Bienenvölkern durch die Milbenart wird als Varroose (alter Name: Varroatose) bezeichnet. Varroa destructor gilt als der bedeutsamste Bienenschädling weltweit.“

Also kurz: Die kleinen fiesen destruktiven Mist-Zecken, mit denen auch meine Mädels sich sicher noch herumplagen müssen, weil diese Drecks-Plage vor ein paar Jahren aus Asien eingeschleppt wurde – HERZLICHEN DANK, GLOBALISIERUNG! :-/

Ich hatte die Wahl zwischen Liebig- und Nassenheider-Verdunster und da mir die Bedienungsanleitung besser gefiel und ich als Technik-Freak vom Prinzip mit großer Schutzwanne und anders dosierter Ameisensäure überzeugt war, fiel die Entscheidung zugunsten des letzteren aus. Wer jetzt meint :“Pfff, Bedienungsanleitung besser – was für ein Quatsch!“, der sollte sich beide mal anschauen und durchlesen. Dann sprechen wir uns wieder. Überhaupt wird sich das sowieso erst zeigen, wenn die erste Behandlung erfolgt und hoffentlich erfolgreich beendet wurde. Ich werde berichten.

Außerdem war noch ein Wabenzieher im Paket. Was das nun wieder ist? Na, so eine Prothese für faule, praktisch unbegabte und zittrige alte Männer, eremitisch und stark introvertiert veranlagt, mit zwei linken Händen und viel zu großen Handschuhen, die nicht mehr in der Lage sind, ein Rähmchen zweihändig aus der Beute zu ziehen um die Königin zu suchen oder Brut und Honig zu betrachten. Das in der Allgemeinheit wohl vorherrschende Bild eines Imkers. Oder wohl eher für Anfänger, die sich zu Beginn ziemlich schusselig und viel zu zaghaft anstellen und bei denen man immer Angst haben muss, dass Ihnen das Rähmchen beim Hin- und Herdrehen aus der Hand, der Honig in die Beute, die Bienen auf den Boden und die Königin in den Smoker fällt und an Rauchvergiftung stirbt. Also so Leute wie mich eben.

Ob ich damit zurechtkomme weiß ich noch nicht. Versuchskaninchen stehen ja draußen und demnächst, wenn Imker Klaus zurückkommt, werden sie dafür herhalten müssen.

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Ach ja, und noch ein kleines weißes Plastikteil für’n Appel und’n Ei, mit dem man die Fingernägel von Kleinkindern ganz einfach schneiden kann. Einfach alle Fingerspitzen von oben auf die Kerben legen, mit Klebeband fixieren – Kneifen gilt nicht -, Ohrenschützer aufsetzen und dann mit der Nagelschere munter drauf los:

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Ich weiß, mir wird einfach alles zugetraut. Nein. Natürlich nicht. Das soll irgendwie vorne an das Einflugloch angebracht werden können, um in Herbst und Winter nur die Bienen nach draußen und eventuelle Räuber nicht nach drinnen zu lassen. Allerdings weiß ich noch nicht, wie genau das Teil anzubringen ist, Löcher oder Klammern sehe ich nicht, und von allein wird das bestimmt nicht halten. Vielleicht habe ich da auch Mist gekauft, schließlich war auch eine Leiste zum Verkleinern des Fluglochs dabei. Aber notfalls gehe ich für diesen 1 EUR einfach einmal weniger in einen der gefühlt hundert 1-Euro-Shops in Karlsruhe. Was kostet eigentlich heute ein Apfel und ein Ei?