2017-06-24 Der Hoflieferant…

Die Zitterpartie mit dem Nachschub hat nun doch noch geklappt: Nachdem die vorhandenen Honiggläser nahezu aufgebraucht waren und in dem von mir bevorzugten Onlineshop kein „In den Warenkorb“-Button erschien, stieg mein Adrenalin-Pegel etwas. Schluck – wo bekomme ich jetzt noch Gläser her? Reicht das noch bis zur nächsten Ernte? Jetzt sind doch alle Imker irgendwie am Schleudern und Abfüllen… Ebay bietet viel zu viel Schrott und bedarf gefühlt stundenlanges Aussortieren und Recherchieren, andere Händler haben auch nicht genau die Gläser, die ich will, auf Lager. Was tun?

Aber: Nicht richtig nachgeschaut, denn beim jeweiligen Glas muss zunächst noch Menge und Packungsgröße ausgewählt werden, dann zeigt sich auch der begehrte Button. Möp – hätte ich mir ja gleich denken können. Jedenfalls hat mein Hoflieferant Bienenweber die Lieferung dann doch auf Lager und wie gewohnt schnell und verlässlich auf den Weg gebracht, sodass ich heute mal wieder Besuch von DHL erhielt. Danke an beide! Und terminlich passt es ebenfalls genau: Mein heutiger Blick in die beiden Honigräume zeigt mir, dass mindestens 8 weitere Waben demnächst reif für die Insel Ernte sind. Viele Waben sind schon zu 3/4 verdeckelt und die Mädels sammeln immer noch fleißig (vermutlich Linde, die blühen noch). Ich denke mal, dass diese dann die letzten in diesem Jahr sein werden.

Letztlich doch gute Nachrichten, nicht ganz so heißes Wetter heute, ein angenehmer kühler Wind – verblüffend, aber so einfach und schnell geht „Glück“! Euch allen ein schönes Wochenende 🙂

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2017-06-15 Ihr seid nicht allein…

Papa sitzt in der Nähe und passt auf. Ja, auch auf die kleine hartnäckige Meise, die ich gefühlte 100 Mal aus der Einflugschneise verjagt habe, weil sie jedesmal ein Mädel nach dem Motto „hmm, lecker, Eiweiß mit süßem, frisch gesammeltem Pollen“ stibitzte. Abgesehen davon darf es sich ein Imker auch einfach mal gutgehen lassen. Und der Lieblingsbeschäftigung des Imkers nachgehen: Warten.

Inzwischen blühen die Linden in der nahen Umgebung und beide Völker sind kräftig am Sammeln. Nachher noch wiegen und ansonsten weiter warten. Mit etwas Glück und gutem Wetter (was ist wahrscheinlicher?) kann ich in ein paar Tagen eine zweite Ernte einfahren. Lindenblütenhonig. Oder Blütenhonig mit Linde.

So, jetzt aber zügig zurück zu Ziggi und Buch, hält ja sonst keiner aus bei der Hitze…

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2017-05-05 Halt! Stehenbleiben!

Kontrolle!

Ja, zugegeben, sie hat etwas länger gedauert, die heutige Durchsicht. Vermutlich bin ich noch zu vorsichtig oder zögerlich und jede einzelne in Eile ge- oder zerquetschte Biene tut mir leid. Für diesen Tag sind 8 Verluste zu beklagen. Bei 2 Völkern mit geschätzten 30.000 Tieren sicher nicht viel und von gefallenen Spänen beim Hobeln mag ich in diesem Zusammenhang nicht sprechen.

Wenn ich an den Bericht eines Imkers aus dem Norden Deutschlands denke, in dem er beklagt, dass er jetzt im Mai 2017 zufüttern muss, weil dort so gut wie nichts blüht und keine Tracht zur Verfügung steht, freue ich mich, wenn meine Mädels mit gelben und dunkelroten Hosen nach Hause kommen. Deshalb ist es Zeit, heute auch auf dem kleineren DNM-Volk einen Honigraum aufzusetzen, über Absperrgitter natürlich, damit die Königin gar nicht erst auf die Idee kommt, einen Abstecher in die nur mit Honig zu befüllenden Waben zu unternehmen und dort Brut anzulegen. Und natürlich auch, um den richtigen Moment nicht zu verpassen, denn die Linden in der Nachbarschaft werden sicher demnächst, spätestens nach den Eisheiligen in die Blüte explodieren.

Die ebenfalls anstehende Suche nach Weiselzellen (vom unzufriedenen oder schwarmtriebigen Volk „wild“ nachgeschaffter Königinnen-Nachwuchs) war in beiden Völkern erfolglos – ein gutes Zeichen und so muss ich für die nächsten Tage nicht mit Verlust durch Ausschwärmen der Hälfte eines Volks mit der Jung-Königin rechnen.

Und – welch Glückes Geschick – ich habe meine beiden Königinnen gesehen: Nr. 23 im DNM-Volk auf Wabe 9 im unteren 1. Brutraum und Nr. 93 im Zander-Volk auf Wabe 3 im oberen 2. Brutraum, jeweils vom Flugloch aus gezählt. Dank Kennzeichnung auf dem Rücken sind beide rechtzeitig aufgefallen und das Einsetzen der entsprechenden Rähmchen erfolgte entsprechen vorsichtig.

Das aktuelle Gewicht liegt ungefähr bei 25kg (Volk 1) und 45kg (Volk 2).

Und hier im Schnelldurchlauf die gesamte Aktion – ich verrate jetzt lieber nicht, wie lange es wirklich gedauert hat, beide Beuten durchzuschauen und danch noch etwas aufzuräumen…