2016-07-14 Kampfgewicht 27 kg!

Heute hatte ich noch Zeit, die Einzelteile der neuen DNM-Beute zu wiegen. Das sind übrigens keine Opfer oder Fans der „Dealers of Nordic Music“ sondern ein in der deutschen Imkerei verbreitetes Rähmchenmaß namens „Deutsch-Normal-Maß“ mit den Abmessungen 394 x 223 mm. Deutsch eben, genormt und standardisiert.

Jedenfalls ist das Wiegen jetzt in leerem und sauberem Zustand einfacher und so kann ich später vielleicht besser den Netto-Inhalt der Beute bestimmen, also die Menge an Bienen, Wachs, Brut, Nektar und Honig und sonstigem variablem Inhalt. Hier die ziemlich exakt gemessenen Einzelgewichte in pedantischen einzelnen Gramm:

  • 1 Zarge leer 3.550
  • Abdeckzarge 1.450
  • Deckel verzinkt 1.760
  • Unterboden leer 2.380
  • Unterboden mit Schublade 2.860
  • Absperrgitter 1.170
  • Bienenflucht 970
  • Rähmchen mit MW 200 bis 230
  • Rähmchen ohne MW 130 bis 160

Woher die hohe Varianz bei den Rähmchen kommt, kann ich mir zwar auf den ersten Blick nicht ganz erklären, liegt aber sicher daran, dass Kiefernholz nun mal nicht gleichmäßig wächst, daher auch keine konstante Struktur oder Dichte hat und sie bei so dünnen Stäben schon mal etwas schwerer oder leichter sein können. Bei Jungs in meinem Alter und mit meiner Körpergröße schwankt das Nettogewicht bekanntlich ja auch so zwischen 75 und 125 kg – von statistischen Ausreißern mal abgesehen.

Immerhin bedeuten diese Einzelgewichte, dass eine mit 12 fertigen Rähmchen bestückte Zarge rund 6.250 g wiegt, eine ganze Beute mit 3 voll bestückten Zargen, Unterboden, Abdeckung und Deckel stolze 24.800 g. Mit Absperrgitter – das dürfte bei komplett aufgestellter Beute regelmäßig eingelegt sein – insgesamt rund 27 kg. WOW! Das ist mal einen Klick auf „BOLD“ und dauerhafte Fettschrift wert und gibt beim Zurechtrücken bestimmt ganz tolle Muckis. Oder einen Bandscheibenvorfall – da grüße ich doch einfach mal meinen Freund Stefan L., der gerade auf dem Sofa liegt und sich unter diesem Vorwand schön pflegen lassen darf. Na der hat’s gut…

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Zwei nette Gimmicks, die mir noch aufgefallen sind und mit denen ich nicht gerechnet hatte, aber die mir jetzt ganz sinnvoll erscheinen:

  1. Die Auflagen für die Rähmchen haben eine extra Metallschiene, was das Festbacken und Verkleben der Rähmchen mit der Zarge (Holz auf Holz) wohl etwas mindert.
  2. Die Abstandshalter in jeder Ecke an der Innenseite des Deckels, damit er nicht bündig aufliegt und eventuelles Schwitzwasser oder Feuchtigkeit nicht angammelt oder schimmelt.

Ich bin zufrieden, es reicht auch für heute und Freitag ist erst morgen.


 

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2016-07-12 Armer Postbote!

Nun weiß auch der Postbote, was ein Komplettpaket für Imker-Anfänger so in etwa wiegt. Verteilt auf 2 Pakete versteht sich. Endlich ist die Lieferung da und das abgekühlte Wetter angenehm genug zum Arbeiten.

  1. Lieferung vollständig: checked
  2. Rechnung inliegend: checked
  3. Alles unversehrt: checked
  4. Womit fange ich an: checked
  5. Bilder vom Auspacken (Unboxing): Mist, vergessen…

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Na ja, dann eben alles auspacken und überlegen, was ich zum Anfangen noch an Werkzeug benötige. Die Beute (DNM) lasse ich für’s Erste im Haus – es sieht etwas nach Regen aus und das gut riechende Holz muss ja nicht gleich am ersten Tag nass werden. Streichen, ölen oder ähnliches will ich vermeiden, nicht dass da irgendetwas Chemisches an den Füßchen hängen bleibt. Und da ich das Völkchen ohnehin noch nicht in die große Beute umziehe und das konkrete Prozedere dazu noch etwas Planung und Vorbereitung erfordert, fange ich erst mal klein an: Rähmchen und Mittelwände auspacken. Da bin ich gespannt, wie stark die nicht nur seuchen- sondern pestizidfreien Wachsplatten riechen und wie sich das verarbeiten lässt:

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Gesagt, getan, draußen auf der Terrasse ist ausreichend Platz mit Licht und Strom. Aus dem Keller ein altes, nicht mehr benutztes Steckernetzteil mit 500mW geholt, den Stecker abgeschnitten und Krokodilklemmen befestigt. Könnte reichen, da brauche ich keinen teuren Trafo für 80 EUR, oder? Hoffen wir, dass das Teil und seine Leistung ausreicht, die Edelstahldrähte so weit zu erwärmen, dass die Wachsplatten ein stückweit einschmelzen. Wenn nicht, wird’s wohl kurz britzeln und ein weiteres totes Netzteil im Elektroschrott landen. Macht aber nix, im Keller wartet noch eine ganze Kiste.

An dieser Stelle alle Jäger und Sammler aufgemerkt: Auch wenn eure Frauen immer wieder meckern und fragen: „Schmeiß das doch weg, oder wofür brauchst du das noch? Glaubst du, dass du jemals wieder in diese Kiste schaust?“ – ruhig Blut, sie beruhigt sich wieder und irgendwann kommt die Zeit einer jeden verstaubten Kiste, zu der man sie dann voller Stolz aus der Ecke holt und sich freut über die so gesparten 2,50 EUR und die endlich wieder verwendete Antiquität:

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Tischlein deck‘ dich, Drähtchen spann‘ mich, Mittelwändchen ausgerichtet und ab geht’s mit 500mW pro Abschnitt:

Der penible Beobachter wird erkennen, dass ich mich an den Rat aus dem Imkerforum gehalten habe, die Mittelwand ca 1 bis 2 mm nah am unteren Querträger und lieber mit etwas mehr Abstand zum oberen Querträger einzusetzen. Das soll gewährleisten, dass die Wand sich im warmen Kasten noch etwas ausdehnen kann und verhindern, dass sie beim Schleudern unten, wo die Zentrifugalkraft stärker wirkt, ausbricht. Oben werden die Bienen sowieso von alleine die Lücke schließen. Was noch zu beweisen wäre…

Und hier das Ganze noch in bewegten Bildern – nicht ungeduldig werden, wenn sich ein paar Sekunden lang scheinbar nichts tut: Die Kontakte habe ich rund 12 Sekunden angelegt, erst dann war der Draht heiß genug und die Wachsplatte ist ganz sanft eingesunken. Für die ganz Eiligen im 2fach-Zeitraffer:

Jetzt bin ich froh, nicht mit einem 20 Watt-Batterieladegerät-Monster vorgeprescht zu sein. Das hätte vermutlich nur kurz gequalmt und die Platte in 5 kleinen sauber geschnittenen Teilen auf den Tisch geklatscht.

Und nun mit meinen ersten eigenen 12 Rähmchen auf in die erste Trockenübung (Slomo):

Diese Diashow benötigt JavaScript.

Die anderen Bestandteile der heutigen Lieferung schaue ich mir morgen oder übermorgen an. Auch die Gewicht der einzelnen Beutenteile, damit ich später das jeweilige Brutto- und Nettogewicht ohne / mit leeren / mit vollen Rähmchen ermitteln kann. Ich sagte ja: „Geduld…“