2021-04-22 Brutraum erweitert

Nachdem das Wetter so bleiben wird und keine Nachtfrost mehr zu erwarten ist – okay, die Eisheiligen stehen ja noch bevor – hab ich mich heute getraut und den Brutraum erweitert. Nun ist also aus dem Einzarger ein Zweizarger geworden. Mal schauen, wie schnell sie den annehmen und ausfüllen. Vorsorglich habe ich folgenden Aufbau übernommen:

Flugloch – M A L A A A A A M M

(M=Rähmchen mit Mittelwand, A=Rähmchen ausgebaut, L=Rähmchen leer ohne Mittelwand)

Durch die ausgebauten Rähmchen aus der letzten Honigernte haben sie es etwas leichter und können dort nach kurzer Renovierung wieder brüten und einlagern und chillen und Party feiern und was weiß ich noch alles mehr.

Das Gesamtgewicht liegt jetzt bei rund 29kg Brutto inkl. Deckel, Stein und Gitterboden. Wichtig zu berücksichtigen für die kommenden Gewichtskontrollen.

Insgesamt waren sie aber sehr ruhig, nur zwei (in Zahlen: 2) sind aufgeflogen und waren etwas nervös, obwohl eigentlich schon Abendbrotzeit war und nahezu alle zuhause gewesen sein müssten. Gut so. Und ja, als Berufsschisser und geprägt durch die letzten Erfahrungen hatte ich natürlich wieder die volle Montur an: geschlossene Schuhe, Imker-Vollanzug, Handschuhe, Rauch. Den musste ich übrigens heute gar nicht einsetzen – fiel mir hinterher erst auf, als er so alleine da stand und wehleidig vor sich hin kokelte.

Demnächst müsst ihr auf jeden Fall wieder vorbeischauen, dann gibt es für alle Technikfreaks etwas neues, das ich vor kurzem eher zufällig entdeckte, dann weiter recherchierte und jetzt unbedingt mal ausprobieren wollte. Nur soviel sei an dieser Stelle verraten:

Heartbeat

Und es ist garantiert kein Herz aus Stein…

2017-04-20 Tja…

…was soll ich sagen. Heute fällt es mir schwer, einen Beitrag zu verfassen und den sonst üblichen Optimismus zu streuen. Schon beim heutigen Weg zur Beute und dem Blick auf das Thermometer mit nur 8° C und damit identisch mit der aktuellen Temperatur und ohne die übliche Differenz von 4° C mehr innerhalb als außerhalb der Beute war mir klar, dass etwas nicht stimmt und nach Anheben des Deckels hatten wir Gewissheit: Bei Nachtfrost von 3° C mitten im April ist heute Nacht der letzte Rest des kleinen Bienenvolks gestorben.

Schade.

Erfroren liegen sie auf den beiden zuletzt besetzten Waben, gleich oben unter der Folie, an der wärmsten Stelle. Ich hatte ja irgendwie schon damit gerechnet, aber obwohl sie gemeinhin zuletzt stirbt, kam die Königin mit ihren letzten Begleiterinnen dem Tod meiner Hoffnung zuvor. Es war ein recht zahmes und ruhiges Völkchen. Rauch hatte ich so gut wie nie benötigt. Krank waren sie nicht, zumindest nicht äußerlich, und Futter hatten sie ebenfalls noch mehr als genug. Aber die Königin wollte oder konnte wohl einfach nicht mehr stiften. Ob sie diesen Kälteeinbruch vielleicht sogar geahnt hat? So richtig glauben kann ich das nicht, obwohl man Bienen schon eine gewisse (und verblüffend hohe) Intelligenz nachgewiesen hat.

Sehr schade.

Aber ich bin dankbar für die Erfahrungen und dieses knappe erste Jahr. Nun muss (und will) ich mich auf die Suche begeben nach einem oder zwei Nachfolge-Völkern und hoffe, dass ich dabei gesunde und stabile bekomme. Wie man sie am besten transportiert und worauf man achten sollte, habe ich inzwischen nachgelesen. Und eine zweite Beute (wieder DNM) habe ich schon da. Vorsorglich nehme ich Imkervater Klaus mit und werde berichten.

Sehr sehr schade. Schneutz…

2017-04-20