2017-02-08 Zittern und Bangen…

…aber nicht vor Kälte. Die hat in diesen Tagen gerade etwas nachgelassen, wobei laut Wetterbericht die nächste Kältewelle schon von Osten anrückt. Deshalb waren Imkervater Klaus und ich gestern Abend im Dunkeln kurz am Stand. Jaja, ich weiß, ich wollte die Beute NIE mehr im Dunkeln öffnen, da werden manche ziemlich zickig.

Stethoskop im Ohr und Klopfprobe am Deckel negativ. Gleiches an der Seite. Kein brummen, kein Aufbrausen. Aber bei maximal 5 Grad Außentemperatur immerhin noch 12 Grad am Thermometer. Und das liegt oben auf dem Beutendeckel unter der Blechhaube. Also muss dort noch etwas sein, das ordentlich Wärme produziert.

Blechhaube runter, Holzdeckel vorsichtig angehoben (Folie bleibt drauf): Und tatsächlich, da krabbeln ein paar unter der Folie herum. Guten Abend die Damen. Wieviele es sind, kann ich auf die Schnelle nicht einschätzen. Und erst recht nicht, ob die es bis zu den ersten warmen Tagen überleben… ob’s was bringt wenn wir für sie beten?

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2016-11-26 Hey! Tür zu! Es zieht!

Sauer macht lustig. Heute wollte ich ausprobieren, ob das auch für Milchsäure gilt. Sind zwar nur 15%, aber trotzdem ausreichend mit Sicherheitsvorkehrungen (Hose, Jacke, Hut, säurefeste Handschuhe) versorgt, bin ich streng nach den mir vorliegenden Empfehlungen in den Morgenstunden bei kühlen Temperaturen um die 8 Grad an die Beute.

Zunächst alles ruhig, aber nach Entfernen der Abdeckfolie im Inneren und Herausnehmen der ersten leeren Rähmchen am hinteren Beutenende sind sie dann doch aufgewacht. Und waren – ähnlich der Nacht-und-Nebel-Aktion vor ein paar Wochen – nicht gerade begeistert. Oder anders ausgedrückt „recht aufdringlich-neugierig“.

Dann ging alles ziemlich schnell: Leere Rähmchen entnommen und beiseite gestellt, die restlichen gelockert und nacheinander Vor- und Rückseite mit ein paar Pumpstößen aus der Sprühflasche und der eigens hierfür vorgesehenen und gebrauchsfertigen Milchsäure behandelt. Wie in der Anleitung empfohlen habe ich vorher die Menge je Sprühstoß mit Wasser gemessen, damit ich die empfohlene Dosis von max. 8ml je Wabenseite abschätzen und einhalten kann. Bei mir ergaben sich bei 6 Sprühstößen rund 8ml. Stimmt also mit den Herstellerangaben überein. Alles wieder rein, Deckel zu, ein paar ganz mutigen Ausflüglerinnen wieder bei Ihrer Rückkehr geholfen und vors Flugloch gesetzt. Dann noch kurz gewogen (Ergebnisse hier) und fertig. Alles gut.

Infos hatte ich unter anderem vom Lieferanten, den Infoseiten der Uni Hohenheim sowie der Bayrischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau und natürlich der  Seite des rheinland-pfälzischen Fachzentrums Bienen und Imkerei zum aktuellen Varroa-Wetter:

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Insgesamt ergab der Blick in die Beute folgendes Bild:

1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 Flugloch
AA AA FF FF FF BB BB BB BB FF

A = mehr oder weniger im Ausbau für Futteraufnahme
F = Futter eingelagert
B = Bienen vorhanden, keine Brut (mehr)

Also rund 4 Rähmchen (8 Seiten) mit mehr oder weniger Bienen besetzt. Zugegebenermaßen nicht gerade dicht, sondern an den Rändern eher weniger und die äußeren spärlich besiedelt. Aber wir werden ja sehen, wieviele am Ende bis in den kommenden Frühling überleben. Und wenn ich bedenke, wie fit sie heute waren, hebt sich meine Hoffnung etwas. Immerhin habe ich so nebenbei das Gerücht, dass Saures lustig macht, zumindest für Bienen widerlegt.

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